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Telegramm: Wir besprechen Alternativen für die Darstellung eines Links. Wir nennen die, für den Nutzer subjektiven Vorteile und Nachteile, die er wahrscheinlich empfindet, wenn er den Link als Internet-Adresse oder als Beschreibung des Inhaltes wahrnimmt. Zusätzlich geben wir ihm Daten über die Zieldatei, um ihm die Entscheidung zu erleichtern, ob er den Link anklicken möchte. Die Lösung sieht eine Kombination der Alternativen vor, unter besonderer Berücksichtigung des Mediums, also online oder offline im Browser, als mobiler elektronischer Text ohne Hypertext, auf Papier oder als vorgelesenes Hörerlebnis.
In der heutigen Situation möchten wir dem Nutzer einen anklickbaren Link anbieten, der ihn zu ergänzenden Informationen führt. Doch wie sollen wir diesen Link formatieren? Was steht, wie ein Etikett, auf so einem Link damit der Nutzer weiß, was er dort finden wird?
Zwei Link-Formate sind denkbar. Der Nutzer könnte den Link in der Schreibweise einer Internet-Adresse sehen oder, in der menschlicheren Variante, als Beschreibung. Als Internet-Adresse sieht er so aus: "Quelle: http://www.heise.de/newsticker/data/dal-08.05.02-000/"; und als Beschreibung so: "Quelle: "HPs neuer Pocket PC heißt iPAQ", Verlag Heinz Heise, Newsticker vom 08.05.2002."
Die Vorteile der Schreibweise als Internet-Adresse kommen immer dann zum Tragen wenn wir den Link nicht mehr anklicken können, wir also gezwungen sind die Internet-Adresse abzuschreiben um Zugriff auf dessen Inhalte zu erhalten. Dies ist der Fall auf Papier oder elektronisch dargestellten Textformaten, die einen Hyperlink nicht ausführen können.
Der Nachteil der Internet-Adresse zeigt sich wenn wir den Seiteninhalt nicht überfliegen, sondern fließend lesen oder uns vorlesen lassen. Außerdem stören diese oft sehr langen Internet-Adressen die Seitengestaltung empfindlich, schon dadurch, daß sie sich im Textfluß wie ein langes Wort benehmen und deshalb nicht selbstständig umbrechen. Die Folge sind, aufgrund ihrer Länge, schwer mit den Augen verfolgbare Zeilen, welche im schlimmsten Fall sogar horizontal verschoben werden müssen, weil sie rechts über den Bildschirmrand hinausragen.
Der Vorteil eines beschreibenden Links besteht darin, daß er den Lesefluß nicht unterbricht. Er kann fließend, in der selben Sprache wie der übrige Text, vorgelesen werden. Er kann alle relevanten Informationen präsentieren, die der Nutzer benötigt, um zu entscheiden, ob die anvisierten Inhalte für ihn interessant sind. Der Titel ist hoffentlich sprechend genug um Thema, Umfang und Tiefe erahnen zu lassen. Nennen wir den Urheber, Autor oder Anbieter, kann oft gut abgeschätzt werden, welche subjektive Färbung der Beitrag enthalten könnte und in welcher Qualität die Inhalte recherchiert sind. Diese Beispiele "Bildzeitung", "c't - Verlag Heinz Heise" und "Die Welt" führen zu interessanten Assoziationen, nicht wahr? Steht dem Nutzer außerdem das Datum der Erstellung zur Verfügung, kann er, abhängig vom Thema und der Geschwindigkeit der Weiterentwicklung der betroffenen Branche, entscheiden, ob die Informationen für ihn noch aktuell sind oder nicht.
Die Vorteile des beschreibenden Links erhalten zusätzliche Nachteile, wenn die Größe der Datei mit angegeben wird und der Zeitaufwand für das Lesen durch den Menschen. Der Nutzer kann dann zwar entscheiden ob die Kosten der Datenübertragung entstehen sollen oder ob er jetzt noch die Zeit hat darauf zu warten oder den Inhalt zu lesen, aber es entstehen dann wieder unmenschliche Leseformate: "Quelle: "HPs neuer Pocket PC heißt iPAQ", Verlag Heinz Heise, Newsticker vom 08.05.2002 (24 Kilobyte, 15 Minuten Lesezeit).
Der Nachteil eines beschreibenden Links besteht darin, daß er keine Rückschlüsse auf die hoffentlich vorhandene und sinnvolle Ablagestruktur innerhalb des Datenverzeichnisses hat, dem sogenannten Directory. Die technische Vorbildung muß dazu ein Mindestmaß erreicht haben. Die meisten Browser zeigen dies in einer sogenannten Statuszeile an.
Die Lösung scheint zu sein, die Internet-Adresse immer dann abzubilden, wenn die Inhalte heruntergeladen oder ausgedruckt werden.
Möchte man beide Varianten verbinden, schlage ich vor die Internet-Adresse am Seitenende (unsichtbar) abzubilden. Im Text stände dann: "HPs neuer Pocket PC heißt iPAQ", Verlag Heinz Heise, Newsticker vom 08.05.2002 (24 Kilobyte, 15 Minuten Lesezeit) (1)". Klickt der Nutzer auf die "(1)" führt ihn dies zu den Fußnoten am Seitenende. Vielleicht kann man ein Programm zum Vorlesen ja auch dazu erziehen ab einer Markierung nicht weiter vorzulesen? Für einen entsprechenden Hinweis bin ich dankbar.
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Fußnoten:
(1)
Quelle:
http://www.heise.de/newsticker/data/dal-08.05.02-000/